Ein Projekt für mehr Toleranz und Demokratie 

Die Schulgemeinschaft der Mittelschule Klausen hat ein zentrales Anliegen: Das Bewusstsein für politische Themen zu schärfen, tolerante Haltungen zu unterstützen und einen Beitrag zur Gewalt- und Rechtsextremismusprävention zu leisten. Den 24. Februar 2011 widmete die Schule ganz dem Gedankenaustausch über demokratische Werte und das respektvolle Miteinander.

Das „Culture-on-the-road-Team“ aus Berlin wurde zur Realisierung dieses Projekttages miteinbezogen. Das Team setzt sich aus Fachleuten der politischen Bildung und aus Vertretern unterschiedlicher Jugendszenen zusammen, darunter Hip-Hop, Dancehall-Reggae, Rap, Skaten, Techno, Gothic, Punk, Hardcore, Heavy Metal, Streetdance, Skinheads. Sie informierten über Geschichte und Wurzeln der Jugendkulturen und allgemein über politische Haltungen. Die Schülerinnen und Schüler hatten in zahlreichen Workshops selbst die Gelegenheit, Ausdrucksformen der verschiedenen Jugendszenen auszuprobieren: Hip-Hop, Graffiti, Fotografie, Streetdance usw. Sie tanzten, sprühten und waren begeistert mit dem Skateboard unterwegs.

Die Idee hinter dem Projekt:
Indem die Vielfalt der Jugendkulturen vermittelt und direkt erlebbar gemacht wird, können auch Demokratie und Toleranz und damit Gewaltfreiheit gestärkt werden. Die Workshop-Gruppen sprachen über Jugendkulturen und politische Themen: Was haben beispielsweise Jugendkulturen mit politischen Haltungen zu tun? Wie kann man sich aktiv für Demokratie und Toleranz einsetzen? Die Szene-Angehörigen aus dem „Culture-on-the-road-Team“ erzählten über Entstehung, Stile und Dresscodes „ihrer" Jugendkultur.

Parallel zu diesen fanden am Nachmittag eine Lehrerfortbildung zum Thema „Lehrer im Trend“ und anschließend ein Informationsabend für die Eltern statt, mit dem Titel „Mein Kind bewegt sich in einer Szene. Die Angst der Eltern, dass ihr Kind auf die schiefe Bahn gerät“. Zu diesen Veranstaltungen wurden auch Vertreter der Jugendorganisationen und Interessierte eingeladen.

Der Tag im Februar war der Beginn einer Arbeit, die konstant weitergeführt werden soll, damit Demokratie und Toleranz an unserer Schule bewusst gelebt und selbstverständlich werden.

Kurt Gasser, Direktor der Mittelschule Klausen

 

Verschieden Schülermeinungen:

 

"Mir hat dieser Tag sehr gut gefallen, weil unser Betreuer Mike sehr hilfsbereit war und weil er uns mehrere Breakdance-Figuren beigebracht hat. Er hat wie ein richtiger Breakdancer getanzt. Wir haben auch etwas über die Geschichte des Break- und Streetdance gelernt. Es war ein sehr toller Tag."

 

"Wir haben über der Geschichte des Skateboards gehört und gelernt, wie man damit fährt. Die Leute vom Culture-on-the-road-Team haben uns auch klar gemacht, dass Streit und Gewalt nicht nötig sind, da man die Probleme mit Reden besser lösen kann. Es macht auch mehr Spaß mit Freunden zu skaten als ganz alleine."

 

"Ich habe das Thema „Graffiti“ gewählt und habe darüber sehr viel erfahren. Was ich im Voraus nicht gedacht hätte, war, dass wir Schüler wirklich eine ganze Wand mit Bildern verzieren durften. Diesen schönen Tag werde ich lange nicht vergessen."

 

"Ich habe mich für Comics entschieden. Dort besprachen wir eine Stunde lang das Thema Gewalt und verschiedene politische Probleme. Danach zeichneten wir ein Comic und banden alle zu einem Heft zusammen. Dieses Projekt wäre für die Oberschule empfehlenswert."